So wie es vermutlich fast jedem mit einem 3D-Drucker geht, ging es auch mir: Mit der Zeit häufen sich immer mehr verschiedene Filamente an. Gleichzeitig verliert man jedoch schnell den Überblick, und vor jedem Projekt stellt sich die Frage: Habe ich diese Farbe bereits und reicht das Restmaterial noch aus?
Durch eine sortierte Aufbewahrung behält man zwar grob den Überblick, aber dann ist das eine PLA und das andere PETG – wodurch es schnell komplizierter wird, diese in einem Druck zu verwenden. Daher wollte ich eine Software haben, um alle Spulen inklusive Preis und aktuellem Restgewicht zu tracken.
Als erstes habe ich Spoolman ausprobiert. Das ist zwar die am weitesten verbreitete Software, aber es gibt weder ein mobiles UI, noch ist sie bei größeren Sammlungen besonders komfortabel im Handling. Daher habe ich mich dazu entschlossen, etwas Eigenes zu entwickeln.
Die wichtigsten Features für mich waren:
Nutzbar sowohl am PC als auch auf dem Handy Einfaches Aktualisieren des Spulengewichts Import von Daten aus bereits existierenden externen Datenbanken Rechner für Modellkosten Zentrale Authentifizierung via OIDC
Nach einiger Entwicklungszeit ist ein Produkt entstanden, das als Datenquelle entweder selbst eingegebene Hersteller oder Hersteller aus der SpoolmanDB unterstützt. Gleiches gilt für die Filamente.
Wichtig ist beim Anlegen eines Filaments, das Leergewicht der Spule zu kennen. Hierfür gibt es mehrere Datenbanken im Internet, in denen für alle gängigen Spulen das Leergewicht zu finden ist. Mit dieser Information kann ich beim Wiedereinräumen ins Lager die Spule mit einer handelsüblichen Küchenwaage wiegen und das Gewicht in der App eingeben. Anschließend wird das Leergewicht abgezogen und das Restgewicht gespeichert.
Um die Spulen zu identifizieren, klebe ich nach dem Anlegen einen Aufkleber mit QR-Code und ID darauf. Dieser kann entweder über den eingebauten QR-Scanner oder durch Eingabe der ID – beispielsweise am Rechner – direkt aufgerufen werden.
Für die Labels hatte ich noch einen alten Dymo LabelWriter 450 mit einem SBC als CUPS-Server sowie eine große Menge Etiketten herumliegen. Daher gibt es aktuell auch nur Support für Dymo S0722540 Etiketten. Diese können entweder für eine oder mehrere Spulen als PDF generiert und lokal ausgedruckt werden oder – besonders praktisch auf dem Handy – direkt über den Filaman-Server an den Drucker gesendet und ausgedruckt werden.
Quellcode: https://jonasled.dev/jonasled/filamentmanagement
Screenshots aus der Anwendung:



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